Liebe deinen Nächsten!


Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! (Galater 5.14). 

… und alle Probleme wären geklärt. So zumindest interpretiere ich diese sehr bekannte Bibelstelle. Doch wer weiterliest, bekommt die Wahrheit direkt in den Mund gelegt. So heißt es in Galater 5.15:


„Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom anderen aufgefressen werdet.“ 


Das ist angesichts der aktuellen Lage ein Grund, mich zu fragen ob die Bibel nicht doch hellseherische Fähigkeiten besitzt. Oder zumindest derjenige, der auf diese treffenden Worte gekommen ist. 

Wenn ich also herginge und diese alte Stelle aus einer verstaubten alten Bibel in neuzeitliche Worte umformulieren würde, könnte das so aussehen:


„Wenn ihr euch aber untereinander das Klopapier aus den Pfoten reißt, so seht zu, dass ihr im Hitzegefecht um die letzte Packung Nudeln vom anderen nicht mit Mehlpackungen abgeworfen werdet.“


Wow. Die Nudel auf den Topf getroffen, würde ich sagen. 


Ich frage mich ob das der Weg ist, den wir alle die nächsten Wochen gehen werden. Viel mehr wünsche ich mir, dass wir uns Gedanken machen, wie wir einander helfen können. Einfach mal zuvorkommend sein. Und damit meine ich nicht die Klopapier- oder Nudelvorräte des örtlichen Supermarktes als erster auszuräumen, sondern vielmehr aufeinander Acht zu geben. Nur das nötigste besorgen. Für Menschen wichtige Einkäufe tätigen, die sie selbst nicht durchführen können, weil sie eventuell einer Risikogruppe angehören.

Denn es heißt ja: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“. Vergesst den Absatz danach.


Max